Bögen,Pfeile und sonstige Schätze

Bogenbau der anderen Art auf flitzebagen.beepworl.de


Hier zeige ich Bögen, die mittelalterlichen Bögen Mitteleuropas nachempfunden sind. Als Arbeitsgrundlage dienen Miniaturen, da Bogenfunde doch recht selten sind. Für mich scheint es so, das damals ein fünfeckiger Wurfarmquerschnitt , gerundet , dem runden D -Wurfarmquerschnitt gleichberechtigt gegen über stand. Zumindest beim Alamannenbogen, beim Alemannenbogen, die Hohenaschaubögen und auch die mir mündlich überlieferten Bögen hatten diesen, er ist einfach leichter zu tillern". Er ist mit geraden Werkzeugen  leicht herzustellen und seitliches Ausweichen der Wurfarme lässt sich leicht durch Verschieben der Mittellinie korrigieren

Ich denke mal , der Bogen  trifft das Bild aus dem Stuttgarter Psalter , Seite 28 12 v recht gut.

Und als Eschenbogen mit einer Sehnenlänge von 134 cm/ 53" ist er gut schnell unterwegs. Der Auszug liegt bei 26-27", das Zuggewicht liegt bei 52#, der Bogen hat eine Sehne aus gewachstem Schusterzwirn (Leinen) im Flämischspleiß und ist gerade eingeschossen

Wie er schießt, nun:

http://www.youtube.com/watch?v=CQDqe1H-rLo

Entspannt, gespannt und im Auszug sieht man die leicht arbeitenden Recurves unten

Da der mir mit meiner Länge von 194 zu kurz ist,wurde er verkauft

 

Und so schießt der Kleine

Und weiter gehts mit dem Aufräumen

Intererpretation eines Bogenfunds aus der Gegend von Delmenhorst

(Burg Elmendorf)

Oben sieht man den Bogen im entspannten Zustand, der "Set" ist minimal, da der Stave schon deflex war

Hier mal die Details:

Wickelnocken oben und unten, im Griffbereich einige Äste und Bearbeitungsspuren, die dem Bogen leben einhauchen

Nun, es gab im mMittelalter aber auch die klassischen "Langbögen", einfach ein langes Stück Eibe und von der Mitte her seitlich und am Bauch angespitzt. Das machten nicht nur die Waliser, Engländer Dänen und Friesen, auch die Niedersachsen bauten wohl gelegentlich solche Bögen, wie man sie ganz früh im Nydammoor gefunden hat. Nun, so um 1200 n.Chr hat dann auch einer versucht, einen Bogen aus Eibe zu bauen. Den Mißerfolg seines Tuns warf er in den Burggraben, wo er dann zwischen 1966-68 wiedergefunden wurde.

Auch ich hatte ein Stück Eibe, besser als das , was der Kollege hatte. Der Splint hat eine Dicke von 8 mm und 16 Jahresringe, im Kern sind die Ringe bis 5mm dick, ein paar Äste hatte meine Eibe auch.

Herausgekommen ist ein Bogen, ähnlich des Burg Elmendorf Bogens mit einer Gesamtlänge von 192 cm, Wickelnocken im Abstand von 170 und ~55# Zuggewicht bei einem 28" Auszug

Nun ist sowas zwar schön anzusehen, angenehm zu schießen und sehr schnell, leider nicht auf Dauer für mich

für  VB 270€ inkl einem passenden Pfeil zuzüglich Versand

 

Und so sieht das im Vollauszug aus, Pfeillänge 32", asymmetrischer Tiller, den ich brauche meine Gelenke noch, kann also keinen Handschock gebrauchen. Deswegen hat auch dieser Bogen keinen und sie genauso "krumm" aus, wie Bögen auf vielen Miniaturen eben aussehen

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